Coaching? Brauch ich nicht!

Es ist irgendwie kurios… Wir wachsen in einer Gesellschaft des Lernens auf. Von klein auf werden uns Dinge beigebracht, Wissen wird vermittelt. Und wir nehmen es dankend an – probieren vielleicht unsere eigenen Varianten und Wege aus, aber es scheint ein gewisser Urinstinkt zu sein, das Rad nicht neu erfinden zu müssen, sondern Wissen dankend anzunehmen.

Angefangen beim Kindergarten, dann 12/13 Jahre Schule, Ausbildung, Studium, Weiterbildung etc. So viele Jahre unseres jungen Lebens verbringen wir damit in verschiedenen Institutionen zu lernen. Wir vertrauen den “Experten” vor uns, also unseren Eltern, Großeltern, Erziehern, Lehrern, Professoren und saugen wissbegierig alles auf, was Sie uns beibringen.

  • Wollen wir schwimmen lernen, nehmen wir Schwimmunterricht. 
  • Du willst den Führerschein? Ganz klar! Ab in die Fahrschule!
  • Probleme mit der Steuererklärung? Auf zum Steuerberater!
  • Sind wir krank, gehen wir zum Arzt. Der weiß, was zu tun ist!
  • Die Hochzeitsglocken läuten, doch wie tanzt man noch gleich Walzer? Auf in die Tanzschule!
  • Du bist schwanger? Gratulation! Aber bitte einen Geburtsvorbereitungskurs belegen!
  • Töchterchen soll Cello spielen? Da gibt es einen tollen Musiklehrer ganz in der Nähe! 
  • Sohnemann ist sportbegeistert? Der Top-Skilehrer oder Trainer wird’s ihm beibringen! 
  • Du hättest gern eine neue Frisur. Auf zur Frisörin Deines Vertrauens! 
  • Auto kaputt? Wer schraubt heute noch selber? Ab in die Werkstatt! 
  • Die Firma soll wachsen, aber Du weißt nicht so recht wie? Wir buchen uns einen Unternehmensberater! 
  • …die Liste ist schier endlos!

VhS-Kurse boomen! Jeder möchte lernen: Stricken, häkeln, kochen, DIY, etc. Etwa drei von vier Erwerbstätigen in Deutschland sind in der Dienstleistungsbranche beschäftigt, deren Butter und Brot es ist andere Menschen zu unterstützen (Quelle: Statista)! Wir sind es gewohnt zu Experten zu gehen und uns von Ihnen unterstützen zu lassen. Die meisten von uns würden niemals auf die Idee kommen, bestimmte Dinge selbst erledigen zu wollen. Warum auch?! Wenn wir genau wissen, dass es Jemanden gibt, der es so viel besser und schneller kann als wir und dem es zudem noch Freude bereitet?

Warum lassen wir uns dann bei bestimmten Themen, Problemen oder persönlichen Herausforderungen nicht helfen? Warum versuchen wir es allein zu schaffen, selbst wenn es bedeutet ewig daran herumzudoktern und dann immer noch nicht das gewünschte Ergebnis zu bekommen?

  • Ist es Scham oder Peinlichkeit es nicht allein zu können?
  • Ist es das Geld, dass uns ein Coaching, kostet?
  • Ist es die Zeit, die wir glauben nicht zu haben?

NEIN! Ich persönlich glaube es gibt Themen, die für unseren Geschmack bzw. den unserer Gesellschaft noch zu nah am Tabuthema sind. Themen, die wir mit der besten Freundin besprechen, aber offen darüber sprechen?! Neeeein! Um Gottes Willen! Irgendwie scheint es, als sei man dabei zu nah am Thema “Therapie” und das geht ja wohl gar nicht! 

Doch warum? Wer bringt uns diesen Schmarrn bei? Wer lehrt uns (Paar)Beratung, Therapie oder Coaching als Tabu zu sehen? Das man das als “Normaler” ja nicht braucht, sondern nur die, die wirklich ein Problem haben.

Lasst uns das ändern!

Beinahe jeden Tag treffe ich Mütter, die mit Ihrer Situation unzufrieden sind oder milder ausgedrückt, nicht 100% zufrieden. Entweder sie fühlen sich überfordert und hatten sich die Mutterrolle irgendwie anders vorgestellt, nachdem Sie im Job immer so erfolgreich waren. Oder sie fühlen sich von Ihrem Partner allein gelassen, unverstanden und zu wenig wertgeschätzt für das was sie nun jeden Tag leisten. Oft streiten Sie mit Ihrem Partner weil Sie frustriert und wütend sind. Oder aber sie schweigen sich an, weil es kaum noch etwas zu sagen gibt, wenn man sich mehr und mehr voneinander entfremdet und nicht mehr weiß was den Partner eigentlich beschäftigt. Zärtlichkeiten und Zweisamkeit wie damals ohne Kinder? Fehlanzeige! Dann höre ich oft, der Partner sei an allem Schuld, denn er lässt uns mit Kind und Haushalt im Stich und geht “nur” wieder arbeiten. Es ist natürlich recht bequem, so zu argumentieren, doch wenn wir wirklich mal ganz, ganz tief in uns hinein hören, dann ist da eine Stimme, die sagt, dass es nicht so einfach ist. Das unser Partner immer noch derselbe rücksichtsvolle und liebende Mann ist, mit dem wir uns entschieden haben ein Kind zu bekommen. Derselbe, der nur das Beste für uns und die Kinder will und sich dafür aufopfert. Unser Partner ist nicht nach der Geburt unseres Kindes, ganz plötzlich über Nacht zum rücksichtslosen Arsch geworden, der nur sein “Ding” macht und dem unser Wohlbefinden egal ist. Er ist vermutlich genauso verunsichert, unglücklich und macht sich Sorgen und weiß nicht wie er sich richtig verhalten soll, damit er all seine Rollen zu Aller Zufriedenheit spielt, denn auch für Ihn ist die Vaterrolle neu.

Wir alle (Mütter & Väter)‼ werden in keinster Weise auf die physischen und mentalen Strapazen, die ein Baby mit sich bringt vorbereitet. Das, was Krisenstäbe, Bundeswehr und Katastrophenschutz etc. mehrmals im Jahr trainieren -wie überlebe ich Situation XYZ unter großen physischen Schmerzen und akutem Stress, gibt es für werdende Eltern nicht. Es gibt keinen Probelauf. Wir alle versuchen die Situation so gut wir können zu meistern, möglichst unbeschadet zu überleben. Die, die sich dabei Hilfe holen, haben dabei die größte Überlebenschance! 

Wer einmal ein Coaching gemacht hat (zugegeben bei einem guten Coach), weiß wie schnell man dabei Ergebnisse erzielt. Wie einfach es auf einmal sein kann. Ich selbst hatte das große Glück wirklich geniale Coaches gehabt zu haben und würde jeder Zeit wieder Geld, Zeit und meinen eisernen Willen investieren durch die Unterstützung eines Coaches meine Herausforderungen zu überwinden und meine Ziele zu erreichen (Tausend Dank an dieser Stelle an Dari Stix und Ihr Team von Manomind)!

Auch Paare, die einmal eine Paarberatung in Anspruch genommen haben, werden berichten, wie schnell sie auf einmal positive Verhaltensweisen am Partner beobachten konnten und wieder zueinander gefunden haben. Doch die Entscheidung für eine Paartherapie / Paarberatung fällt in der Regel erst dann, wenn einer der Partner das Gefühl hat, vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Soweit MUSS und SOLLTE es nicht kommen! Durch einen Coach/Berater an Deiner Seite kannst Du schnell und selbstständig Deine größten Herausforderungen erkennen und Schritt für Schritt überwinden, bevor es zu spät ist oder zu viele Konflikte Eure Beziehung schon arg geschädigt haben.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der es heißt:

“Du lässt Dich coachen?! Wow, Du bist aber zielstrebig. Das will ich auch!”

…anstatt:

“Du lässt Dich coachen?! Ja hast Du denn solche Probleme? Kriegst Du es denn nicht alleine hin?”

Glaubt Ihr wir schaffen das gemeinsam? Ich bin fest davon überzeugt! Und ich glaube daran, dass auch die meisten von Euch, die diesen Post bis hierher gelesen haben, offen dafür sind, den schnellen und einfachen Weg zum Erfolg zu nehmen. Den Weg, den wir gemeinsam gehen! Nimm die helfende Hand an!

Ich hoffe Dir gefallen meine Beiträge und Du kannst für Dich und Deine Situationen ein paar Impulse mitnehmen. Ich würde mich sehr freuen wenn Du mich und meinen Blog Deinen Freundinnen und Bekannten weiterempfiehlst. Je mehr Menschen von der Thematik wissen und je mehr wir einander erzählen, zuhören und uns unterstützen, desto leichter wird es für uns alle, uns den HerausfÖrderungen des 1. Babys zu stellen.

Vertrau Dir – Du bist großartig! 

Deine Claudia

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