Lebenszeichen: Ein Update aus der Rückkehr in den Berufsalltag!

Ihr Lieben,

Jetzt ist es schon so lange her, dass ich hier etwas gepostet habe und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich vermisse es und ich vermisse den Austausch mit Euch! 

Die letzten drei Wochen waren milde ausgedrückt „bescheiden„? Wie viele von Euch wissen, die meine bisherigen Posts verfolgt haben, bin ich wieder in meinem Job zurückgekehrt. Zwar erst einmal nur Teilzeit für 20 Stunden die Woche, dafür allerdings in ein neues Projekt mit neuen Kollegen und ganz neuen Aufgaben. Zeitgleich haben Carl und Hannah Ihre Eingewöhnung in der Kinderkrippe und in der neuen Kindergartengruppe gestartet. Die letzten Wochen waren also für uns alle neu und sehr viel anstrengender und nervenaufreibenderer als ich es mir vorgestellt und gewünscht hatte. Ausgemalt hatte ich mir eine entspannte Rückkehr in den Job im US-Team, das mir erlaubt die Eingewöhnung mit den Zwergen morgens flexibel zu gestalten und dann an 2.5 Tagen die Woche noch genug Zeit für mein Herzensbusiness und dem Coaching zum Thema Babykrise zu haben und obendrein noch Zeit für mich bzw uns als Paar für Sport etc.

Nun ja, es kam doch anders…was war passiert?

Ganz ehrlich, weiß ich es nicht 100%ig, denn von außen betrachtet läuft alles:

  • Der neue Chef und die Kollegen erlauben mir die nötige Flexibilität.
  • Carl ist super in seiner neuen Gruppe angekommen und geht sehr gerne hin.
  • Hannah macht Ihre Sache spitze für Ihre 13 Monate und ist sehr tapfer beim Trennungsschmerz am Morgen und bleibt nun schon bis zum Mittagessen.
  • Ich konnte bisher schon zur Physio und zum Sport mit meinen Mädels, sogar eine Bergtour war schon drin.

Also warum ging es mir die letzten 3 Wochen nicht gut damit??? Ich versuche immer noch es voll und ganz zu verstehen um dem gegenzusteuern, aber es ist nicht einfach, denn oft sind es keine wirklich objektiven Dinge die schief laufen…

Hier ist aber meine Analyse der Dinge, die mich unendlich getriggert haben und in Ihrer Masse dann zur negativen Stimmung geführt haben:

  • Der gefühlt RIESIGE Freiheitsverlust! Das Gefühl nun nicht mehr jeden Tag zu jeder Stunde tun und lassen zu können wonach mir und meiner Familie der Sinn steht, hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe dieses Gefühl anfangs so bedrückend gefunden, das es mir sogar physisch den Magen abgeschnürt hat!
  • Die unzähligen Kommentare und Bergwertungen von außen, sei es von anderen Mamas, Bekannten, Nachbarn oder Kollegen. Für die einen ist es viel zu früh die Kleine mit 13 Monaten in die Krippe einzugewöhnen, für die US Kollegen ist es lachhaft und viel zu spät. Einerseits sei man egoistisch sich auf die Arbeit und den Aufbau der Selbstständigkeit zu konzentrieren, andererseits hat man ja nun schon über ein Jahr nur faulenzen können…Sich ständig rechtfertigen zu müssen kostet unendlich Kraft und lässt einen an den eigenen Entscheidungen zweifeln wenn diese Art der Kommentare mehrmals täglich kommen.
  • Die ständigen Vergleiche zu anderen und deren Kindern: Warum dauert die Eingewöhnung bei Euch so lang? Also bei und war das ganz easy. Du musst halt endlich mal loslassen. Ja die Hannah ist aber ganz schön anhänglich etc. Warum macht ihr es nicht lieber so…? Gefühlt stand ich die letzten Wochen unter einem Mikroskop und jeder durfte mal analysieren was ich denn falsch mache…
  • Zu alledem kamen noch ganz unerwartete Aufgaben wie z.B. UK Steuererklärung, Mieterwechsel in meiner Eigentumswohnung in London und Renovierung etc. Alles Dinge, die ich so nicht auf dem Schirm hatte und die mir die erhoffte Zeit für Pausen und Zeit für mein Business gestohlen haben.

Wie geht’s nun weiter? Ich probiere weiter aus was für mich funktioniert und was sich nicht gut anfühlt. Außerdem werde ich weiter darauf achten bei mir zu bleiben und weiterhin auf mein Herz zu hören und die Stimmen von Außen zwar wahrzunehmen aber nicht mehr mit ihrer Bewertung an mich heran zu lassen.

Ich genieße es wieder mitten im Geschehen in der Firma zu stehen und mich mit Kollegen zu unterhalten… wieder beruflich gebraucht und wertgeschätzt zu werden, doch ich werde ganz genau beobachten inwieweit es vom Zeitaufwand und der mentalen Belastung für mich passt. Und wenn ich feststelle, das ich nicht happy damit bin, dann muss ich weiter umdenken und verändern bis alles passt! Ich halte Euch dabei weiterhin auf dem Laufenden, denn da Thema Wiedereinstieg ist ein Them das hier in der Gruppe wahrscheinlich viele betrifft und auf der einen Seite ein sehr beängstigendes Thema sein kann, aber andererseits auch ein spannendes mit Neuorientierung und Neustart und so vielen Möglichkeiten!

Wie ging/geht es Euch wenn Ihr an den Arbeitsalltag und Wiedereinstieg nach der Elternzeit denkt? Schreibt es Dich gern in die Kommentare wie Ihr Euch dabei fühlt. Ich freu mich von Euch zu hören!

Ich hoffe Dir gefallen meine Beiträge und Du kannst für Dich und Deine Situationen ein paar Impulse mitnehmen. Ich würde mich sehr freuen wenn Du mich und meinen Blog Deinen Freundinnen und Bekannten weiterempfiehlst. Je mehr Menschen von der Thematik wissen und je mehr wir einander erzählen, zuhören und uns unterstützen, desto leichter wird es für uns alle, uns den HerausfÖrderungen des 1. Babys zu stellen. 

Vertrau Dir – Du bist großartig!

Deine Claudia

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